In die Gruft und nach Brasilien

Die Abo-reihe in Kapfenberg treibt es mit fünf Kammerkonzerten und drei Orchesterkonzerten wieder bunt.

 

Zum anderen serviert man zum Finale (15. Mai) neben Haydns Sinfonie „Mit dem Paukenwirbel“und Gershwins „Rhapsody in Blue“auch „Sounds“, brasilianische Impressionen des Grazer Songwriters, Komponisten und Schlagzeugers Robert Stützle mit seiner Band Tres Alegrias

(c) Pixabay

Tres Alegrias in Concert

Brasilianischer Abend

Tres Alegrias in Concert Brasilianischer Abend Tres Alegrias ist eine Band, die Songs aus dem brasilianischen Kulturkreis im Stil von Joao Bosco, Marisa Monte, Djavan, Elis Regina, Gil Gilberto, und Rosa Passos interpretieren.

Gespielt werden Samba, Bossa Nova, Afoxé, Forró, Partido Alto etc.. Vieles davon sind Eigenkompositionen von Bandleader Robert Stützle. Der Großteil der Kompositionen ist mit Text unterlegt, den die Sängerin Anush Apoyan mit weicher und zugleich hell klingender, natürlicher Stimme ideal interpretiert.

Aus aktuellem Anlass werden beim Konzert Teile der Ausstellung “Das Land, das wir uns nehmen” sowie „Klimazeugen vor Ort“ zu sehen sein. Ebenso gibt es einen Kurzfilm mit Johann Kandler. Der Regenwaldexperte, lebte über 20 Jahre in Amazonien. Die Ausstellungen beschäftigen sich mit den Themen Klima, Landraub sowie Flächenverbrauch durch unser Konsumverhalten. Die leichten Textilbahnen thematisieren den Griff nach tropischem Regenwald und Ackerboden – und was wir damit zu tun haben. Dazu gibt es ein Begleitheft.

Robert Stützle &Tres Alegrias präsentierten im Theater am Lend neben eigenen neuen Kompositionen wie Blue Marble, Lucky Bone, Sarah,You and Me, My Girl, Autumn Breeze und The Piano auch Highlights der beiden letzten CDs.

 

Vielen Dank an alle Besucher 

 

Anush Apoyan, Vocal

Stefan Oser, Acoustic Guitar

Werner Radzik, Piano, Keyboard

Thorsten Zimmermann, Bass

Robert Stützle, Drums

 

Christoph Pfeiffer, Trumpet, Flugelhorn

Gernot Strebl, Saxes

Michael Bergbaur, Trombone

 

Matti Felber, Percussion

Edison Tadeu Dasilva, Percussion

 

 

 

 

 

Kapfenberg - Konzertsaal

Ein gelungenes Fest für die Musik der Moderne

Britten, Gulda mal zwei und eine Uraufführung.

KAPFENBERG. Normalerweise ist Benjamin Britten der jüngste in einem Konzert gespielte Kompo­nist. Beim Orchesterkonzert in Kapfenberg war er der Älteste in der Riege der Tonsetzer. Es ge­hört viel Mut dazu, ein Pro­gramm ausschließlich mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu präsentieren, ein Wagnis, das sich allerdings ausgezahlt hat.

Als jüngster Komponist kam der 1955 geborene Kapfenberger Schlagwerklehrer Robert Stützle zu Aufführungsehren. Sein Stück „Kaskaden" erlebte die Urauffüh­rung der Fassung für großes Or­chester. Das Werk wurde durch die im Spielraum Kapfenberg be­findliche Keramikinstallation „Schwingungen" von Waltraut Gschielangeregt. Die in den Ton­platten vorhandenen Töne die­nen in dem meditativen und eindringlichen Stück als Hauptmotiv.

Ein Grenzgänger der Musik war der Komponist Friedrich Gulda. Sein Cellokonzert verei­nigt Elemente aus Klassik, Jazz und Blasmusik. Als Solist war Klaus Steinberger zu hören, der mit Virtuosität und Leidenschaft überzeugte. In Guldas „Concerti­no for Players and Singers" konn­ten drei Kapfenberger Musikleh­rer als Solisten glänzen: Werner Radzik am Klavier, Gerhard Steinruck (E-Bass) und Robert Stützle am Schlagzeug. Musik­schuldirektor Helmut Traxler lei­tete souverän das Symphonische Orchester, das zu Beginn Brittens „Simple Symphony" spielte, und das „collegium vocale“ Kapfenberg.

 

HERBERT TOMASCHEK